Der Murmeltiertag
Am 2. Februar stehen in einer Kleinstadt in Pennsylvania jedes Jahr aufs Neue Menschen im Dunkeln, viel zu früh, irgendwo zwischen Thermosbecher und Karnevalsstimmung, und warten auf ein Murmeltier.
Der Groundhog Day, auf Deutsch meist schlicht Murmeltiertag genannt, ist in den USA ein alter Volksbrauch: Ein Murmeltier wird aus seinem Bau geholt, und je nachdem, ob es seinen eigenen Schatten sieht oder nicht, soll der Winter noch andauern oder der Frühling früher kommen.
Dass das ausgerechnet auf denselben Tag fällt wie das katholische Fest Mariä Lichtmess, passt erstaunlich gut. An diesem Tag feiert die Kirche nämlich das Ende der Weihnachtszeit (die also viel länger dauert, als man oft glaubt).
In vielen europäischen Traditionen ist der 2. Februar ein Scharnier im Jahr. Und auch Bauern schätzen nach alter Tradition anhand des Wetters an diesem Tag, ob der Winter noch lang oder kurz anhalten wird.
Man spürt, dass das Licht langsam zurückkommt, aber man ist noch nicht heraus aus der Kälte. Es ist noch nicht Frühling, aber auch nicht mehr nur Winter.
Der Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“ mit Bill Murray hat diese Idee 1993 weltberühmt gemacht! Ein Mann wacht immer wieder am selben Tag auf, bis er etwas begreift. Nicht, weil die Welt ihn bestrafen will, sondern weil Wiederholung unser Dasein formt.
Ich mag diesen Gedanken, weil er eine unbequeme Wahrheit in eine tröstliche Form gießt: Veränderung passiert selten durch den einen großen Neustart. Sie passiert durch kleine Wiederholungen. Durch Korrekturen. Durch das stille Üben, bis etwas stimmt.
Ein gutes Möbel ist aus Perspektive von Kreislaufwirtschaft und Aufbereitung ebenso ein Gegenentwurf zur Wegwerfkultur des „Immer aller Neuesten“.
Es ist nicht dafür gemacht, durch zu sein, wenn die Saison wechselt. Es ist dafür gemacht, wiederzukehren. In dein Leben, in deinen Alltag, in deine Handbewegungen. Jeden Tag dieselbe Lehne. Dieselbe Sitzhöhe. Derselbe Griff. Erst durch diese Wiederholung wird es vertraut. Und erst durch diese Vertrautheit wird es wirklich deins.
Wenn ich an unsere Werkstatt denke, dann ist das fast schon eine Murmeltiertag-Erzählung, nur ohne Kitsch und mit sehr viel Handwerk. Da wird gemessen, geprüft, nachgearbeitet. Eine Naht wird so lange gesetzt, bis sie nicht nur hält, sondern gut aussieht. Und irgendwann ist dieser Moment da, in dem ein Möbel nicht „neu“ wirkt, sondern richtig.
Wenn du heute also irgendwo in deinem Zuhause sitzt und denkst, der Januar war lang, dann wäre mein Vorschlag nicht: Alles neu! Sondern: Schau auf das, was schon da ist. Was dich bereits trägt. Was, mit einer guten Entscheidung, noch viele Jahre tragen könnte.
Und natürlich sind die ausgewählten und liebevoll aufbereiteten Möbelstücke in unserem Sortiment eine schöne Möglichkeit, Gutes beizubehalten, Funktionierendes zu ergänzen und sich nicht auf der Jagd nach dem letzten Schrei zu verrennen. Komm uns gerne in unserem Showroom besuchen und mach dir selbst ein Bild vor Ort.
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